«Man hilft Menschen nicht,
wenn man für sie tut,
was sie selbst tun könnten.»

Abraham Lincoln

Eine nachhaltige Entwicklung
wächst von innen

Die Arbeit von PRO INDIGENA basiert auf der Überzeugung, dass wirksame und nachhaltige Entwicklung von den Betroffenen selber ausgehen muss. Sie sind die Initianten und Autoren ihrer eigenen Projekte. Weitgehend aus eigener Kraft und mit geringer finanzieller Unterstützung von aussen können sie ihre Lebensgrundlagen selber verbessern (ownership). Zudem werden sich die Menschen ihrer eigenen Kräfte und Fähigkeiten bewusst dank der Tatsache, dass ihr Projekt von A bis Z in ihrer Verantwortung liegt: Sie planen, organisieren, arbeiten, verwalten die Mittel und besprechen immer wieder neu das weitere Vorgehen gemeinsam. Von PRO INDIGENA erhalten sie Beratung, Begleitung und finanzielle Unterstützung zur Umsetzung ihrer Projekte. Das wachsende Selbstvertrauen über das Machbare aus eigener Kraft ist die Voraussetzung dafür, dass die Menschen ihre Entwicklung in die eigenen Hände nehmen (empowerment).
Gleichzeitig will PRO INDIGENA die begrenzten Mittel vernünftig und verantwortungsbewusst einsetzen. So wird jedes Projekt sorgfältig geprüft, ob die Investitionen sinnvoll sind, welchen Beitrag sie zu den gesetzten Zielen leisten und ob die geplanten Aktivitäten realistisch und machbar sind.

Der Vorstand

Die Tätigkeit des Vorstandes ist ehrenamtlich. Die uns zur Verfügung stehenden Gelder können deshalb fast vollumfänglich für die Projektarbeit vor Ort eingesetzt werden. Professionalität ist uns sehr wichtig. Alle Vorstandsmitglieder weisen eine langjährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit auf, haben selber in Projekten in Lateinamerika gearbeitet und sind Fachleute aus den Bereichen Medizin, Landwirtschaft und Bildung.
Mit unseren Projektpartnern vor Ort wird ein regelmässiger Kontakt per E-Mail und Telefon gepflegt.  Ausserdem reisen in der Regel zweimal jährlich ein bis zwei Vorstandsmitglieder zur Betreuung, Begleitung und Kontrolle der Projekte in die Projektgebiete.
  • Christoph Hüsser

    Präsident
    Lommiswilerstrasse 42B, 4512 Bellach

    Ich bin 1956 geboren und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Beruflich unterrichtete ich zuerst als Primarlehrer. Anschliessend absolvierte ich die Ausbildungen als Landwirt und Tropen-Agronom (Ing. Agr. HTL). Meine beruflichen Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit gewann ich im Auftrag der DEZA (Honduras) und der SWISSAID (Nicaragua und Kolumbien). Wenn wir mithelfen wollen, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, so kann diese nur durch die ortsansässige Bevölkerung angefangen und gefördert werden.
  • Daniel Widmer

    Vizepräsident
    Engehaldenstrasse 197, 3004 Bern

    Geboren 1953, Hausarztpraxis in Bern seit 1993. 1988/89 Einsatz als Arzt in einem basismedizinischem Projekt im peruanischen Urwald, danach Korrespondenz und mehrere Supervisionsreisen. 1992 Tropenmedizinischer Kurs in Basel. Seit 1996 reiste ich als Vorstandsmitglied von PRO INDÍGENA zehn Mal nach Mexiko, um die Projektarbeit hautnah mitzuerleben und mitzugestalten. Mein besonderes Anliegen ist die Förderung der demokratischen Mitbestimmung und Mitverantwortung der einheimischen Bevölkerung bei Entwicklungsprojekten.
  • Dr. med. Dominique Leibbrandt

    Avenue de Collonges 8, 2520 La Neuveville

    Erstkontakt mit der Entwicklungszusammenarbeit 1977 in Mexiko als angelernter Laborant im Hospital Mazahua Albert Schweitzer der Schweizer Indianerhilfe (SIH). Seither mehrere Einsätze als Arzt in Mexico (1986) und Nicaragua (1987). Im Jahre 1994 Eröffnung der Praxis für Allgemeinmedizin in La Neuveville. Von 1995-2008 Präsident der SIH. Seit meinem ersten Einsatz 1977 bleibt das Bewusstsein der Mitverantwortung im Nord-Süd Konflikt eine der Leitlinien meiner geistigen Lebenshaltung. In diesem Sinne möchte ich mein Mitwirken bei PRO INDÍGENA verstanden wissen.
  • Dr. med. Mabel F. Signori-Correa

    Tellstrasse 29, 5000 Aarau

    1968 in La Paz Bolivien geboren, wo ich später Medizin studierte. Nach dem Medizinstudium habe ich im tropischen ländlichen Gebiet von Bolivien gearbeitet. Seit 2002 lebe ich in der Schweiz. 2003 wurde ich von Médecins Sans Frontières (MSF) zu einem dreimonatigen Einsatz nach Angola delegiert. Seit 2010 habe ich meine Praxis für Allgemeinmedizin in Zürich. Aufgrund meiner Erfahrungen in Bolivien kenne ich die Bedürfnisse der Landbevölkerungen in Lateinamerika. Ein Entwicklungsprojekt muss die örtliche Bevölkerung einbeziehen und ihnen weitgehend die Verantwortung für das Projekt überlassen.
  • Dr. med. Beni Grob

    Bipschal 5, 2514 Ligerz

    Geboren 1951, von 1985 – 2018 Hausarzt in eigener Praxis in Biel-Mett.
    1981/1982 als Arzt in einem basismedizinischen Gesundheitsprojekt im peruanischen Amazonasbecken tätig. In dieser Zeit wurde ich mit der schwierigen Situation der indigenen Bevölkerung konfrontiert. Auch sie wurde von der eigenen Regierung weitgehend im Stich gelassen.
    Im Frühling 2019 begleitete ich Daniel Widmer auf der Supervisionsreise nach Chiapas (Mexiko) und Guatemala. So lernte ich die Projekte von PRO INDIGENA näher kennen und wurde danach in den Vorstand aufgenommen. Gerne möchte ich dazu beitragen, die Mayas in ihrem Kampf für bessere Lebensbedingungen zu unterstützen.
  • Eddy Rossel

    Rechnungsführer
    Faubourg 29A, 2520 La Neuveville

    Ich bin 1952 geboren und arbeitete als Wirtschaftslehrer an der Handelsschule «Ecole supérieure de commerce» in La Neuveville bis 2017. Während einer Reise durch den amerikanischen Kontinent im Jahre 1980-81 wurde ich erstmals mit der Entwicklungsproblematik und der himmelschreienden Ungerechtigkeit konfrontiert. Obwohl ich selber nie in Lateinamerika gearbeitet habe, engagiere ich mich für PRO INDÍGENA und bringe meine Kenntnisse als Wirtschafts- und Handelslehrer in diese Arbeit ein, indem ich die Buchhaltung führe. Dies ist nur eine winzige Unterstützung, mit der ich mir erhoffe, etwas zur Verbesserung der Lebensbedingungen der indigenen Völker in Lateinamerika beitragen zu können.
  • Dr. med. Vreni Heimgartner

    Ahornstrasse 24, 4055 Basel

    Von 1971-74 waren mein Mann und ich als Ärzte im Rahmen des Peruprojektes der SIH in Pucallpa im Hospital Amazonico tätig. Anschliessend bauten wir die Aussenstationen an Zuflüssen des Río Ucayali im peruanischen Amazonasbecken auf. 1975-77 Aufenthalt in Mexiko mit der ganzen Familie und medizinische Basisarbeit im Hospital Mazahua Albert Schweitzer in Santa Ana Nichi. Nach der Rückkehr in die Schweiz wurde ich in den Vorstand von PRO INDÍGENA aufgenommen. Ab 1978 führten wir eine Praxis für Tropenmedizin und Allgemeinmedizin in Bern. Ab 2004 arbeitete ich Teilzeit in einer Gruppenpraxis in Muri. Seit meiner Pensionierung 2014 engagiere ich mich noch als Mitglied verschiedener Kommissionen für Entwicklungsprojekte.
  • Barbara Scheidegger

    Geschäftsstelle
    Haldenweg 15, 4500 Solothurn

    Geboren 1967, Mutter von zwei Kindern, Dozentin an der Pädagogischen Hochschule FHNW und Selbstständigkeit als Coach, Supervisorin und Organisationsberaterin.
    Von 1989-91 arbeitete ich als Volontärin in verschiedenen Projekten in Mexiko mit, unter anderem in Chiapas in einem Basisgesundheitsprojekt. Dort führte ich Alphabetisierungskurse für Kinder und Erwachsene durch. Während dieser Zeit wurde ich stark für die Anliegen der marginalisierten Bevölkerungsschicht sensibilisiert und der Wunsch erwachte, weiterhin einen Beitrag für die Randständigen in Mexiko zu leisten. Seit 1995 arbeite ich im Vorstand von PRO INDÍGENA mit.

Geschichte

Von der Schweizer Indianerhilfe zu PRO INDÍGENA

In den Fünfzigerjahren entstanden unter der Initiative des deutschen Arztes Dr. Theodor Binder verschiedene Freundeskreise in Deutschland, USA, Schweiz, Holland, Schweden und Kanada. Diese gründeten zur Direkthilfe für bedrohte Indianer im Jahre 1956 das Hospital Amazónico «Albert Schweitzer» in Pucallpa, Peru. 1972 gründeten die Ärzte Elmar und Vreni Heimgartner zwei Gesundheitszentren an Nebenflüssen des Rio Ucayali in der Selva Peruana. Diese flussärztliche Tätigkeit in Peru und ab 1974 auch das Hospital Mazahua "Albert Schweitzer" in Sta. Ana Nichi auf 3000 m Höhe in México wurden vom deutschen Freundeskreis und der Schweizer Indianerhilfe finanziell getragen. In Deutschland setzte sich Dr. Ernst Eibach während 35 Jahren als Präsident des Deutschen Freundeskreises voll für das Werk zur Unterstützung der Indigenas ein. Für die Schweizer Indianerhilfe waren Marguerite und Walter Nadolny seit Anfang des Hospital Amazónico (1956) mit vollem Einsatz von Basel aus tätig. Ab 1974 übernahm der Sohn, Manfred Nadolny, das Amt des Präsidenten von seinem Vater. Mit viel Herzblut und einem enormen Engagement versah er diese Tätigkeit bis 1996, als das Hospital Mazahua einer mexikanischen Organisation übergeben werden konnte. Ab 1996 begann die Schweizer Indianerhilfe unabhängig vom deutschen Freundeskreis zu arbeiten und unterstützte den Aufbau verschiedener Basisgesundheitsprojekte in Mexiko. 1998 erhielt die Schweizer Indianerhilfe für die Stärkung der kulturellen Identität lokaler Ethnien eine Auszeichnung der UNESCO. An der Generalversammlung 2011 wurde eine Namensänderung beschlossen. Der ehemalige Verein Schweizer Indianerhilfe heisst seit Januar 2012 neu PRO INDÍGENA.

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